MARTY SYSTEMS
Toni Marty
eidg. dipl. Malermeister
Bödelistrasse 22
8843 Oberiberg
Tel. 079 264 24 42
Fax. 055 414 51 15
     
     
     
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Farbgestaltung und Farbtherapie eine Symbiose?

Dies ist ein gekürzte Version von der in der Applica erschienenen Fachbericht der Malermeisterin, Farbgestalterin und Farbtherapeutin Lilly Kamm.

Ich selber nehme seit Jahren an Kursen teil, bei denen unter anderem auch die Farben in der Heilung eine wichtige Rolle spielen.

Je grosszügiger wir mit dem Thema Farbe umgehen, desto ganzheitlicher wird das Vertändnis für die Zusammenhänge sein. Rot zum Beispiel verbinden wir mit den sehr gegensätzlichen Gefühlen Liebe und auch Hass. Ganzheitlich betrachtet ist dies aber kein Widerspruch, sondern nur zwei Seiten der einen Medaille "Starke Gefühle". ein anderes Beispiel: Ist es "gut" oder "schlecht", dass Schwarz abgrenzt? Abgrenzung schafft Distanz-das kann auf der einen Seite arrogant wirken, auf der anderen aber eine wichtige Schutzfunktion sein.

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rot

Rot ist in den meisten Sprachen die erste Farbe, die einen Namen erhält. Rot ist die "Urfarbe" - die Basis. Rot ist auch dem Basis-Chakra zugeordnet und hilft "verwurzeln". Rot gibt Standfestigkeit und Urvertrauen. Rot ist das Blut, deshalb hat Rot auch eine existenzielle Bedeutung. Dadurch, dass wir Rot mit Blut verbinden, steht es für Gefahr, Aufmerksamkeit, Wichtigkeit. Rot regt den Körper an, denn es geht um "Kampf oder Flucht". rot vermittelt Stärke und Dominanz. Rot stärkt den Durchsetzungswillen nd die Durchsetzungskraft. Rot ist sowohl die Farbe der Liebe als auch die Farbe des Hasses. Das ist abe rkein Widerspruch, denn Rot ist die Farbe starker Emotionen. Unsichere Menschen können von dieser regelrecht "überfahren" werden. Meist empfinden sie diese Farbe als aggressiv, wobei dominante Persönlichkeiten Rot eher mit positiven Begriffen wie "stark", "warm" oder einfach "schön" beschreiben.

In der Gestaltung setze ich Rot vorsichtiger ein als andere Farben. Ich rate meist Rot als dominierender Farbe im Schlafzimmer ab, aber ich akzentuiere gerne mit Rot im Wohn und Essbereich. Auch in Laufbereichen wie Korridoren und Treppenhäusern kann ein roter Impuls sehr einfladend sein, ohne zu überfordern. Rottöne sind oft eine gute Wahl für Fussböden, wenn die oben gennanten Wirkungen berücksichtigt werden.

     
 

 

 

Orange

Orange enthält die Stärke von Rot und die Leichtigkeit von Gelb. Orange ist eine aktive und aufgeschlossene Farbe. Kommunikation ist Orange und auch die Freude und Unbeschwertheit. Orange ist dem Sakralchakra zugeordnet und damit dem Beckenbereich. Das Becken ist wie eine offene Schale, die das empfangende und wachsende Element beherbergt. Orange fördert aber nicht nur wachsendes Leben, sondern auch keimende und wachsende Ideen. Orange lehrt uns, die Eindrücke auf unserem Weg durch das Leben zu verarbeiten, sprich das aufzunehmen, was uns gut tut und das loszulassen, was uns belastet. Um etwas loszulassen, muss ich meine Hand aber öffnen. Orange steht für das öffnende Prinzip und hilft, sich dem Leben zu öffnen und den Weg zu gehen- mit der Kraft von Rot und der Beweglichkeit von Gelb.

In der Gestaltung bevorzuge ich Orangetöne, wenn es um Aufgeschlossenheit, Geselligkeit und Kommunikation geht. Orange ist auch sehr appetitanregend. Für Ess- und Wohnräume eignet sich Orange sehr gut- natürlich auch in allen erdigen Schattierungen. Helles Orange ( Apricot ) vermittelt Geborgenheit und ist daher auch passend für Kinderzimmer. In Schulräumen sollte es nicht dominieren, da der Drang nach Unterhaltung den Unterricht in der Regel stört.

 

 

 

   
 

Gelb

Gelb wird vor allem mit der Sonne assoziiert. Die Eigenschaften der Sonne lehren uns daher auch viel über die Wirkung von Gelb. Gelb ist die hellste und strahlendste Farbe. Sie hat ihren Sitz beim Solarplexus, dem Sonnengeflecht. Gelb ist eine gute Farbe gegen Angst- besonders wenn man es auf den Solarplexus strahlt. Denn so wie wie die Sonne Licht ins Dunkel bringt und Eis schmelzen lässt, so bringt auch Gelb wieder ins Fliessen. Gelb steht auch für Informationsübertragung, während Orange mehr das Zwiegespräch verkörpert und damit auch den sozialen Aspekt beinhaltet. Gelb schafft einen klaren Kopf und fördert den Durchblick. Diese Erkenntnis kommt zum Beispiel bei den gelben Gläsern von Skibrillen zum Einsatz, die für neblige Verhältnisse emphohlen werden.

In der Raumgestaltung ist Gelb die hellste Farbe. Sie ist daher für mich die beste Alternative zu Weiss. Helle Gelbtöne kann man praktisch mit jeder Farbe kombinieren, ohne eine Inversion befürchten zu müssen. Ideal sind Gelbtöne für Räume mit wenig Tageslicht. In Schulungsräumen ist diese Farbe natürlich besonders angebracht, da sie zum einen die Gedanken fleissen lässt und zum anderen der Angst etwas entgegen wirkt. Selbstverständlich besitzt eine Anstrichfarbe nicht die gleiche therapeutische Intensität wie eine gezielte Farblicht-Bestrahlung. Trotzdem sollte man eine bewusste Raumgestaltung anstreben, wo immer es möglich ist.

 

   
 

Grün

Grün ist die Natur. Mit Grün verbinden wir Erholung und Sicherheit. Fluchtwege sind immer grün markiert. Grün enthält kaltes Blau und warmes Gelb. Grün ist die Verbindung der darin enthaltenenen Kontraste: introvertiert-extrovertiert, schwer-leicht, dunkel-hell, kaltt-warm, ruhig-bewegt......

Grün ist die Mitte und die Balance. Grün ist dem Herzzentrum zugeordnet und damit auch den Herzensqualitäten wie Liebe und Mitgefühl. Grün wirkt reinigend und ausgleichend. Ein Spaziergang in der grünen Natur bringt uns wieder ins Gleichgewicht.

In der Raumgestaltung werden Grüntöne oft zurückhaltend eingesetzt, was ich sehr schade finde. Grüntöne sind nämlich die ideale Ergänzungfarbe zu Naturhölzern. Die Natur macht es uns ja selbst vor. Da Holztöne meist zurückhaltend wirken, darf das Grün auch einmal ins Pfiffige gehen. Eine spannende Kombination ist zum Beispiel Kirschbaumholz und Apfelgrün. Auch wenn der Grünton bis zum Lindgrün zurückgenommen wird, ist der "Dialog" immer noch sehr lebendig. Ich kenne Menschen, die behaupten, sie finden Grün in Wohnungen scheusslich, sind sich aber nicht bewusst, dass jede Pflanze in der Wohnung auch ein grünes Element darstellt. Für mich hat Farbgestaltung nich immer nur mit Applikationen zu tun. Gerade wenn es um den grünen Aspekt geht, empfehle ich sehr oft Pflanzen als Gestaltungselement. Empfehlenswert sind Grüntöne aus den oben genannten Gründen für Erholungsräume, aber auch für Arbeitszimmer.

   
 

Türkis

Türkis ist eine Verbindung zwischen Blau und Grün und wirkt sehr kalt. Türkis ist wie ein Gletschersee... Türkis steht für Wahrheit, Klarheit, Erfahrung und Erkenntnis. Mit Türkis gehen wir den Ursachen auf den Grund Türkis ist dem Halsschakra zugeordnet, wo auch die Thematik "Ausdruck" zu finden ist. Der Stein "Türkis" ist bei den Indianern ein Schutzstein. Türkis ist ausserdem die beste Schutzfarbe gegen Elektrosmog.

In der Raumgestaltung ist Türkis wegen seiner kalten Anmutung ziemlich eingeschränkt einsetzbar. Beide Farben- Türkis und Hellblau- eignen isch gut für Schlafräume. Die meisten Menschen schlafen mit offenen Fenstern, und Schlafräume sind in der Regel die kühlsten im Haus. Völlig unangebracht finde ich türkise Fasssaden, denn dieses wässrige Element wirkt sehr befremdend als Hülle eines Baukörpers. Sobald man den Farbton vergraut, sieht es unter Umständen wieder anders aus.

 

   
 

Blau

Blau ist der Himmel und das Meer- die Weite und Tiefe. Je dunkler das Blau, umso tiefer das Meer. Blau ist grenzenlos und nichtt greifbar. Und immer, wenn wir etwas nciht begreifen können, bedarf es Vertrauen. Vertrauen darauf, dass eine Situation gut ausgehen kann, auch wenn wir mit unserem Bewusstsein die Lösung nicht sehen. Blau beruhigt und führt nach innen. Blau ist die Farbe der Seele. Blau nimmt dem Leben etwas von seiner Hektik. Blau ist dem Stirnchakra zugeordnet. So wie wir mit den sichtbaren Augen unsere Umgebung erfassen, so öffnet uns das dritte Auge den Blick nach innen. Sie ist die verbindende Farbe zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein. Beim betrachten des Himmels mi den dahin ziehenden Wolken oder beim Beobachten eines dahin rauschenden Flusses können wir auf eine Bewusstseinsebene gelangen, die uns mit de Tiefe unseres Wesens verbindet und uns die Angst und Hektik des Alltags vergessen lässt. Blau hilft uns wie Wasser zu werden: Aschmiegsam und stark!

Blau ist in der Raumgestaltung grundsätzlich passend für Schlaf-und Ruheräume. Zu beachten ist, dass Blautöne immer kälter werden, je mehr Weiss sie enthalten. Das gilt für alle Farben, kommt bei Blau und Blaugrün aber am stärksten zum Ausdruck. Blautöne sind nicht sehr zweckmässig in Esszimmern, da wir diese Farbe nicht mit Lebensmitteln assoziieren. Appetitanregend sind Farben, die wir von unseren natürlichen Lebensmitteln kennen: Gelb, Rot und Grün. Falls jemand aber seinen Appetit zügeln möchte, findet Blau wieder eine Berechtigung.

 

   
 

Violett

Violett entsteht aus Rot und Blau. Diese sehr konträren Farben verursachen eine stark ambivalente Wirkung. Die "Gegner" von Violett beurteilen diese Vereinigung als "zwiespältig"; Violett-Liebhaber nennen sie ."ganzheitlich". Violett ist bei Verbindung von Geegensätzen. Wobei die Betonung nicht auf "Gegensätze", sondern auf "Verbindung" liegt. Das erklärt für mich auch, wieso heute so viele Menschen diese Farbe nicht annehmen können. Die Westliche Mentalität ist für klare Fronten. Das "Entweder-oder-Denken" dominiert. Bezeichnend dafür ist auch das ständige Urteilen. Dabei isit uns nicht bewusst, dass "urteilen" auch "teilen" bedeutet, und was man teilt, ist nicht mehr ganz! Die Lernaufgabe von Violett kommt sehr schön im Jan-Jang-Symobl zum Ausdruck, das wir Heute auch im Westen kennen. Das Thema von Violett ist "Grenzen überwinden". Violett steht für Weisheit, Mystik, Spiritualität und Religion. Violett ist dem Kronenchakra zugeteilt, und so wie uns Rot mit der Erde verbindet, so verbindet uns Violett mit der grösseren Ordnung.

In der Architekturgestaltung ist Violett nicht ganz einfach anzuwenden. Im Fassadenberich gilt für mich eine ähnliche Ueberlegung wie bei Blau und Türkis: Violett hat nichts Erdiges- ausser es wird sehr stark vergraut und gleicht dann den felsigen Bergspitzen in der Abenddämmerung. Im Innenbereich sehe ich Violett vor allem in den Schlafräumen, Meditationsräumen oder im hellen Flieder-Bereich auch in Therapieräumen mit alternativen, sprich ganzheitlichen, Ansätzen.

 

   
 

Rosa

Rosa vereint Rot und Weiss: Feuer und Eis, Kraft und Ruhe, Kamfp und Kapitulation., Aktivität und Passivität. Rosa bildet die Mitte dieser Exterem: sanfte Kraft, Energie ohne Hektik. Rosa ist die Farbe des Herzens und auch dem Herzchakra zugeordnet. Dem Herzzetrum sind als einzigem Chakra zwei Farben zugeordnet: Grün und Rosa. Dabei hat Rosa eine ganz andere Qualität als Grün. Grün balanciert mehr die körperlichen oder "irdischen" Unausgewogenheiten. Rosa beruhigt auf einer höheren Ebene. Grün steht für Mitgefühl, während Rosa auch die Selbstliebe beinhaltet - eine Grundvorausetzung für Heilung. Während Rot für die körperliche Liebe steht, verbinden wir Rosa mit dem Gefühl Liebe. Reine Liebe ist bedingungslos. Rosa wertet nicht, es nimmt die Dinge wie sie sind. Rosa hilft uns , wenn wir etwas nicht akzeptieren wollen oder können.

In der Raumgestaltung sind Rosatöne oft angebracht, wenn man Geborgenheit vermitteln will. Damit die Farbe nicht "schweinchenrosa" wirkt, sollte sie mit Gelb gewärmt oder mit etwas Braun gebrochen werden, so dass sie leicht ins Lachsfarbige oder Altrosa geht. Viele ältere Menschen bevorzugen diese Farbe wieder, so dass sie in Seniorenheimen durchaus angebracht sein kann.

 

   
 

Lemon

Lemon ist die Verbindung von Gelb und Grün. Das frische Gelbgrün steht für Frühling und Neuanfang. Damit der Frühling kommen kann, muss sich erst der kalte und leblose Winter zurückziehen. Die Natur muss die tote Zeit loslassen, damit wieder ein neuer Zyklus beginnen kann. Der Schnee, das "Leichentuch der Natur", muss schmelzen, um den Farben und damit dem Leben einen Neuanfang zu ermöglichen. Auch im übertragenen Sinn müssen wir Altes loslassen, um Neues anfangen zu können. Wer loslässt, hat die Hände frei!

In der Gestaltung ist dies ein weiterer Grund für mich, Holz mit Lindengrün zu kombinieren. Braun steht für Beständigkeit und Erhalten, Gelbgrün für Loslassen. So entsteht auch im übertragenen Sinn wieder eine gesunde Dynamik.

   
 

Weiss

Weiss ist die Reinheit bis hin zu Sterilität. Weiss kann signalisieren: Halte Distanz und beschmutze mich nicht! Weiss ist für mich der Perfektionismus. Weiss ist unerreichbar und erhaben wie der ewige Schnee auf uralten Gletschern. Weiss ist kalt, steif und leblos wie Schnee. Weiss lebt nicht, denn Leben ist Veränderung, und etwas Perfektes kann sich nicht mehr weiterentwickeln - es könnte ja nur noch zum "Nachteil" sein.......... Weiss ist die empfindlichste Wandfarbe gegen Verschmutzungen. Weiss ist leicht und hell und daher für mich meist die ideale Deckenfarbe. Die eigene Neutralität von Weiss verliert ihre Distanz, wenn sie zum zurückhaltenden Rahmen für Lebendiges - wie Farbe - wird.

Gestalterisch gesehen, ist für mich im Zusammenhang mit Weiss immer eine kleine Einführung meiner Kunden in die visuelle Ergonomie nötig. Visuelle Ergonomie ist gegeben, wenn keine unangenehmen Blendungen oder zu grosse Kontraste das Auge ermüden. Diese Gefahr besteht aber sehr oft, wenn Weiss in der Raumgeastaltung dominiert oder falsch eingesetzt wird. In der Natur gibt es keine weissen Fläche, ausser im Winter, und da können wir uns nicht gegen die starke Blendung schützen. Weiss betont die Plastizität, da die Schatten der Formen besonders gut lesbar sind. Daher eignet sich Weiss gut für strukturierte Elemente wie Stuckprofile oder Ornamente. Auch eine sehr komplexe Architektur kann durch Weiss und das subtile Schattenspiel zur Geltung gebracht werden, allerdings zu dem Preis, der oben genannt wurde.

   
 

Schwarz

Schwarz ist die dunkelste und schwerste Farbe. Wir verbinden Schwarz mit Finsternis, mit Tod und Trauer. Nebenbei bemerkt, ist in China Weiss die Farbe der Trauer, was sehr stark mit der Sichtweise des Todes zu tun hat: Wer an eine Wiedergeburt glaubt, sieht den Tod nicht als Ende, sondern als Neuanfang. In der Kleidung kann Schwarz sowohl elegant als auch arrogant wirken. Wer Schwarz trägt, will sich auf keinen Fall "outen". Schwarz grentzt ab. Abgrenzung schafft Distanz - das kann auf der einen Seite arrogant wirken, auf der anderen Seite aber eine wichtige Schutzfunktion sein.

Auch in der Raumgestaltung sollte Schwarz nicht dominieren. Auf dem Boden wirkt es lochartig und daher nicht "trittsicher", an der Decke meist zu schwer und erdrückend. Anders ist es bei seher hohen Räumen oder wenn man Installationen an der Decke optisch verschwinden lassen möchte. Denn Schwarz schluckt alle Schatten und verringert dadurch Plastizität und Differenzierung. Als Akzent - vor allem glänzend - wirkt Schwarz durchaus vornehm und edel. Der Glanzeffekt ermöglicht Lichtreflexe, so dass das Schwarz vielmehr als schattiertes, dunkles Grau wahrgenommen wird.

   
 

Grau

Grau liegt zwischen Weiss und Schwarz, zwischen Licht und Schatten, zwischen obern und unten, zwischen leicht und schwer. Grau ist die Neutralität, die Ruhe,die Diskretion und Zurückhaltung. Grau ist aber auch die Farbe des "grauen Alltags", der Langeweile und der Müdigkeit. Grau ist der Nebel, deshalb steht der Graubereich auch für Unklares, Unsicheres, Undefinierubares.

In der Gestaltung sind Grautäne für mich sehr wichtig. Sie sind die "optischen Pausen". So verwende ich helle Grautäne zum Beispiel gerne für Türen und Türrahmen oder auch als helle Wandfarbe, falls schon genug Farben im Raum vorhanden sind. Hellgraue Wände sind nicht so kalt und hart wie weisse Wände und bliden oft einen angenehmeren Uebergang zu dunklen Böden. Falls möglich, bevorzuge ich für die Wände als dominante Fläche des Raumes aber ganz klar helle Farbtöne.

   
 

Braun

Braun ist die Erde, die uns trägt und ernährt. Braun ist die Sicherheit und Tradition. Braun ist aber auch die Farbe der Unterwürfigkeit und Abhängigkeit. Wessen innere Sicherheit von äusseren Gegebenheiten abhängt, der läuft Gefahr, von diesen Umständen abhängig zu werden. Auffallend ist in diesem Zusammenhang, wie viele Suchtmittel braun sind: Alkohol, Kaffee, Tabak, Schokolade...........

In der Raumgestaltung wirkt Braun warm, gemütlich, einfach. Authentisch sind vor allem braune Materialien wie Hölzer, Kupfer oder Leder. Schwieriger wird es meiner Meinung nach bei braunen, deckenden Anstrichen - sie wirken für mich immer so künstlich und "tot". Braune Elemente bringe ich daher am liebsten in Form von Hölzern ein.

   
 
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